Sonntag, 3. Februar 2008

ankunft in pnom phen

als ich meinen ersten fuss aus dem bus bewegte wurde ich schon von einer horde von tuktuk drivern belagert... mister.. you want a cheap hotel... mister... mister... mister... doch schon gewoehnt aus vietnam und mit tipp von unserem tauchlehrer kuong... konnten wir mit einem serioesen tuktuk driver namens sakoll ein supercooles hostel finden...

phnom phen erscheint auf dem ersten blick nicht als, dass was wir erwartet haben... nach all dem was ich ueber die geschichte gelesen habe... und nach dem noch nicht solange gewesenen disaster der roten khmer in dieser stadt... erschien uns eine stadt die voller leben, farben und praechtigen bauten und paerke erblueht....

am naechsten tag hat uns sakoll abgeholt und uns die stadt gezeigt... zuerst halt die harten sachen... das beruechtigte killingfield.. an dem die roten khmehr tausende von maenner, frauen und kinder hingerichtet und in massengraeber begraben haben... ein turm mit schaedeln soll an das massaker erinnern, dass solches nie mehr geschehen soll...


ich bin kein fan von solchen dingen... es ist fuer mich eher eine tortur soetwas anschauen zu gehen... doch mit einigen gespraechen mit ming habe ich verstanden, dass es wichtig ist, denjenigen zu gedenken, die gefallen sind... doch als wir dann noch die ehemalige schule besichtigt haben, dass sozusagen ein konzentrationslager war, im welchen die leute auf brutalsterweise gequaelt, gefoltert und wie tiere gehalten wurden... war es genug..... dieses land ist vier jahre durch die hoelle gegangen und hatte auch spaeter einen schwierige zeit... somit ist es auch sehr verstaendlich, dass hier die bevoelkerung sehr arm ist...




als wir so mit sakoll die ganze zeit rumzogen und tempel und weitere dinge besuchten... haben wir uns ziemlich schnell angefreundet... er ist ein ziemlich lustiger kauz und ultralieb... er hat uns zu sich nach hause zum essen eingeladen... und wir haben dankend angenommen... er wohnt ausserhalb der stadt an einem bahngleis in einer blechhuette mit seiner frau uns seinen vier supersuessen toechtern... es war ein fantastischer abend am welchen wir massig whiskey tranken und uns genial verstanden... er ist ein guter freund!!!!




am naechsten tag gings weiter mit dem bus in richtung sueden wo wir nach einer schrecklichen nacht am ballermann strand sihanoukville, zur bamboo island gefluechtet sind und drei tage uns mal endlich wiedermal von den staedten erholt haben... es war einfach fantastisch... kein strassen laerm.. niemand der etwas verkaufen moechte... einfach nur unsere bungalow und unendlich ruhe.... doch nach drei tage war genug und wir zogen weiter...



an der kueste angekommen wurde uns ein share taxi vermittelt... warum nicht das taxi mit zwei anderen teilen... wird dann guenstiger... doch als wir dann noch das andere paerchen abgeholt haben... sagte uns der taxifahrer... das in cambodia in einem taxi sechs oder acht leute platz haben... zuerst dachte ich er mache spass... doch es war sein bitterer ernst... er verlangte je zwei dollar mehr.. oder er fuelle das taxi... wir, natuerlich nicht bereit mehr zu bezahlen... nahmen wir zusammen auf dem vorderen sitz platz und hinten quetschten sich vier in das kleine auto hinein... und als waere das nicht genugt... nahm er noch einen hund zwischen die beine als transport.... unterwegs stellte er ab und zu die sirene an... und somit erfuhren wir, dass er eigentlich polizist ist und die taxifahrten als zusatz verdienst macht... unglaublich nicht....???

in kampot angekommen wollten wir eigentlich in die elefanten bergen hiken und eine verlassene stadt besuchen... doch da die strassen gerade neu gebaut werden (fuer sage und schreibe 2 jahre) und somit nicht auf eigene faust erkundbar sind (minen usw.) zogen wir wieder weiter nach phnom phen... doch davon in einem weiteren bericht...


lieber gruss und dicke kuessen an alle

marco und ming

leben im mekongdelta....









das mekongdelta besteht aus 9 hauptfluessen, die aus den bergen von china und tibet spriessen... und werden hier die neun drachen genannt.... das ganze leben dieser fast 17millionen hier lebenden vietnamesen, dreht sich nur um diese fluesse.. hier wird gebadet.. wasser zum essen genommen, sein geschaeft verrichtet und einfach alles... viele leben auf ihren booten und verkaufen gemuese und anderes auf den floating markets...






hier sind auch viele produktionsstaetten die z.b. reisnudeln, reis, coconutcandys, schnaps und raeucherstaebchen produzieren... doch am spannensten war es mit dem boot durch die dichbewachsenen fluesschen zu kurven und somit das leben auf dem fluss eins zu eins erforschen zu koennen...



ein bischen makaber war der besuch bei einer krokodilfarm... wo tausende krokos in kaefigen gehalten werden und spaeter zu taschen, stiefeln uns sonstiges verarbeitet werden... mailand und paris laesst gruessen...






bald gehts weiter nach cambodia.... schade... denn vietnam ist einfach wunderschoen und wir werden sicherlich wieder hierher kommen...!!!!
marco und ming

saigon... eine stadt zum verlieben....

mit dem formel eins fahrenden busdriver, gings weiter in die beruechtigte ho chi minh city oder besser bekannt als saigon....

schon als wir mit dem bus durch die stadt fuhren, gefiel mir die city auf anhieb... lauter alte franzoesische bauten gemischt mit asiatischen und neumodischen haueser, verleiht es dieser stadt den so bekannten charm....


doch die stadt scheint zu explodieren... in den letzten vier jahren... hat sich die einwohnerzahl von 6 millionen auf 11 millionen gesteigert.. und somit ist die motoraddichte unglaublich.... und auch hier eroeffnet sich fuer uns ein noch groesseres, kulinarisches erlebniss... hier giebts einfach alles und sooooooo superkoestlich, dass wir die ganze zeit nur am essen sind...






und jaja.. klar haben wir uns auch die stadt angeschaut... die menschen hier sind offen und ich werde die ganze zeit angehauen.. woher ich komme und so bin ich staendig am plaudern.... laestig sind nur die tuk tuk driver und die strassen haendler... kann es kaum noch hoeren.. hey mister.. how are you.. were you are going... you buy something???? doch man gewoehnt sich schnell daran und irgendwann habe ich das klassische neinlaecheln drauf welche alle mit einem laecheln erwidern und mich in ruhe lassen....

in vietnam wird man automatisch mit der geschichte des landes konfrontiert... ob man die augen davor verschliessen moechte oder nicht... es ist nunmal die realitaet, dass hier schreckliches passiert ist.. und somit haben wir uns auch damit auseinandergesetzt... wir waren im ho chi minh museum im welchen die schrecklichen tage des vietnamkrieges gezeigt wird... und obwohl meiner ansicht hier noch humane bilder und dinge gezeigt wurden, faehrt es einem ganz tief unter die haut.... auch einen ausflueg zu den beruechtigten chu chi tunnel haben wir gemacht... wo die kommunisten sich wortwoertlich unter der erde versteckt haben... anscheinend gibt es dort ein ueber 200km langes tunnelsystem von dem wir ein stueck selbst durchgeroppt sind... die tunnels sind nicht groesser als 60cm durchmesser.. somit war auch klar das ich ein paar mal stecken geblieben bin.... vieles was wir gesehen haben, war ziemlich schrecklich und erinnerte an unbeschreiblich grausamen zeiten... ich habe in einem buch gelesen, dass die amerikaner ueber gewisse gebiete drei jahre lang, jeden tag, 800hundert bomben abgeworfen haben... usw.... doch es bringt nichts seine augen davor zu verschliessen... wir gedenken den gefallenen und hoffen, dass sich so etwas nie wieder wiederholt!!!!!





bald gehts weiter ins mekongdelta....

marco und ming

tauchen im suedchinesischen meer (na thrang)







nach unseren kalten tagen in nordvietnam, kamen wir im suedlichen teil von mittelvietnam an.. an der kueste von na thrang.. (uebrigens immer mit schlafbussen unterwegs.. ein bischen eng, doch gegenueber normalen bussen saubequem...



doch besser schlafend, wenn man den fahrern zusieht, wie die um die strassen kurven, kann man es schon mit der angst bekommen) an der die koenige von vietnam schon zur erholung fuhren... hier haben wir uns kurzum entschlossen einen padi tauchkurs zu nehmen... was hier zu einen spotpreis erhaeltlich ist... und so lernten wir unseren tauchmentor kuong kennen... ein supercooler vietnamese mit echtem supercoolen, humor... welches unsere tauchstunden zu einem spannenden und witzigen erlebnis machte...




zudem haben wir auch mal ein motorbike gemietet und sind durch die gegend herumgefetzt... wasserfaelle gesehen oder einfach die landschaft genossen...




unterwegs haben wir noch eine saulustige entdeckung gemacht :)




doch wie schon erwaehnt.. in der stadt war das fahren eher ein abenteuer... und somit war ich als fahrer am abend fix und fertig... aber am schluss wurde ich mit einem super tollen barbecue belohnt :) echt lecker



nach einige magenschmerzen und diarria am anfang haben wir uns dann schlussendlich wieder getraut auf der strasse zu essen, was natuerlich sehr lecker war... hier hot plate with beef and fried egg.... hmmmmm:


auf jedenfall war der 6taegige aufenthalt in na thrag eine unvergessliche zeit und wir danken kuong und dem ganzem sailing club team!!!!!!
marco and ming

endlich wieder zugriff.... (hanoi, halong bay und hue)

hallooooooooooooo meine lieben...

nach ueber einen monat, haben wir endlich wieder zugriff auf unsere blogseite... so wie es aussieht hatten die vietnamesen unsere seite als hohes sicherheitsrisiko eingestuft und somit hatten wir in vietnam keinen zugriff... (so wie es aussieht verfolgt mich meine mafia-vergangenheit bis nach asien:)


doch nun sind wir wieder da.... und wuenschen allen, nachtraeglich (ein bischen spaet.. jajaa) ein supergigantisches neues jahr.... hoffen ihr hattet alle ein tolles fest und alles ist paletti.....


wir sind... nach unserer schlimmen silvesternacht an der khaosanroad (magenschmerzen, scheiss zimmer, ballermann stimmung) um 4 uhr morgens nach vietnam losgezogen (flug bangkok - hanoi.. mit airasia.. superbillig) da wir schon vorher erfahren haben, dass es in hanoi (nordvietnam) ziemlich kalt sein soll.. so ca. 17 bis 18 grad, haben wir uns vorher noch mit pullovern und sonstigem zeug eingedeckt...


war dann schon noch ein kaelte schock als wir aus dem flugzeug ausstiegen... so nach staendigen 35grad.. mussten wir uns zuerst anklimatisieren... doch zum guten glueck schien die ganze zeit die sonne und wir haben es ueberlebt...

hanoi ist vergleichbar mit einer chinesischen stadt... was auch nicht so verwunderlich ist... da vietnam ja ueber tausend jahren von den chinesen besetzt wurde... dann die franzosen... dann die japaner... und spaeter der absulut sinnlose vietnamkrieg, der unzaehlige opfer gekostet hat und noch jetzt seine narben zu erkennen sind... doch die menschen hier strahlen mit so einem enthusiasmus und willensstaerke, die einem selbst schon nach kurzer zeit ansteckt... die leute hier sind sehr neugierig und wir haben unzaehlige, supertolle vietnamesen getroffen... und das essen... wowowooww... vietnam entpuppt sich als kulinarische hochburg... wirklich... das allerfeinste essen von khmer food bis china essen... und wer ziemlich mutig ist.. kann hier auch hund, frosch, schlangen, ratten und viele weitere tiere kosten....

ueberall sieht man die asiatischen daecher und tempel... und dazwischen die franzoesischen villen von den kolonialisten.... die menschen hier sind superfreundlich und wir geniessen die ruhe, die diese stadt ausstrahlt... selbstverstaendlich stand zu oberst in der liste, der besuch beim guten, alten onkel ho, der kommustisch like in einem mausoleum begraben liegt... man spuert formlich in dieser umgebung, welch dinge hier geschehen sind, was uns sehr beeindruckt hat... spaeter sind wir ins literaturmuseum und haben die stadt erkundet... in hanoi leben 5millionen menschen.. und es hat ca. 4millionen motorraeder... unglaublich... wenn man die strasse ueberquert muss man immer schauen, dass man nicht von welchen rasern ueberrollt wird... war schon noch gewoehnungsbeduerftig.... und manchmal adrenalin pur


nach drei tagen stadt gings schon weiter richtung meer... zur beruehmten halong bay... mit dem bus sind wir drei stunden durch wunderschoene landschaften gecruised... reisfelder, dicht bewachsene waelder und das wahre leben auf den vietnamesichen strassen.... am meer angekommen sind wir auf ein boot umgestiegen.. ein sogenanntes dragonboat welches uns durch die beruechtigten felsen von halong hindurchschlaengelte (nach der legende nach soll der koenig ein drachen beauftragt haben, die bucht vor feinden zu beschuetzen... da es dem drachen an der kueste so gut gefiel liess er sich da nieder und legte seine eier im wasser ab, welches nun die felsen im meer sind.. ist das nicht romantisch!!!!) hier haben wir eine tropfsteinhoehle besucht und sind mit dem kajak rumgeduest... spaeter gabs ein leckeres abend essen und wir feierten mit david einem aus singapur und vier vietnamesen bis spaet in die nacht... zwieschen felsen und einem umbeschreiblichen sternenhimmel....


wieder zurueck, gings gleich weiter nach hue... die einstige koenigsstadt und hauptstadt vietnams (ca. 17tes jahrhundert).. ziemlich ein gediegendes staedtchen mit wundervollen ruinen der alten koenigsstadt und wieder mit tollem essen... leckere huekoestlichkeiten... doch da es hier ziemlich bewoelkt war... zogen wir weiter nach sueden richtung na trang.. doch dazu im naechsten bericht....

marco and ming